Urlaub auf dem Baby- und Kinderbauernhof Aicherbauer

Aicherbauer - Urlaub am Bauernhof - Holzstöcklbauer

Fam. Greischberger, Talacker 3, 5164 Seeham, Österreich, www.aicherbauer.com

 

Hofchronik
Es war im Jahr 1871:
Eine Magd sollte am einem Schauer-Freitag – das war ein Tag, der so ein halber Feiertag war, also nur die notwendigsten Arbeiten verrichtet wurden – Wäsche waschen. Sie war über den Arbeitsauftrag derart erbost, dass sie in die Strohscheune ging und dort Feuer legte. Das Bauernhaus, das damals am Waldrand unten stand, brannte lichterloh.

Der Neubau erfolgte am heutigen Standort. Die Steine für die Außenmauer wurden vom Steinbruch bei der Röhrmooser-Mühle herauf gebracht. Es handelt sich dabei um Sandstein. Durch den damaligen Standort des Bauernhauses lässt sich der ursprüngliche Hofname „Unterthalackergut“ erklären. Unser Nachbar hat seinen Hof schon seit jeher auf der Anhöhe und war das „Oberthalackergut“. Unser Hof ist ein typischer Flachgauer T-Hof, das heißt, das Wirtschaftsgebäude steht quer zum Wohngebäude. 1954 wurde der jetzt alte Teil des Stalles für 14 Rinder gebaut. Er ersetzte den alten Schweinestall. Als Stalldecke wurde ein Schienengewölbe eingebaut. 1982 wurde der aus Stein gemauerte alte Stall mit böhmischen Kreuzgewölbe abgerissen und durch den jetzigen (traktorbefahrbaren) Stallteil ergänzt. Im Zuge des Hochbehälterbaues ergab sich 1988 die einmalige Chance die Straße zwischen Bauernhaus und Waschhaus herauszureißen und zu begrünen. 1987 errichteten wir eine 200qm³ Güllegrube.

Das Wohnhaus begannen wir im Jahr 1989 zu renovieren. Der Putz innen wurde erneuert, die Stromleitungen verbessert, die Fenster erneuert (vom Aussehen her jedoch unverändert belassen), eine Zentralheizung eingebaut und fließendes warmes Wasser eingerichtet. Bei der Auswahl des Anstriches für die Innenmauern haben wir bewusst auf die Fähigkeit des natürlichen Wärme- und Feuchtigkeitsaustausches geachtet. (Sandstein speichert im Sommer die Wärme der Sonne und gibt diese im Winter ab. Deshalb ist das Haus im Sommer angenehm kühl und im Winter von der Wand her nicht eisig kalt.) An der Außenmauer nahmen wir keine Veränderungen vor, um die Fassade nicht übergemäß zu strapazieren. Um den guten Zustand der Mauer für möglichst lange Zeit zu unterstützen, haben wir rund ums Haus eine Drainage gelegt. So kann vom Boden her keine Feuchtigkeit aufsteigen und das Mauerwerk bröselig werden lassen.
Am 1. März 1990 warf der Sturm „Wiebke“ ca. 250 qm Holz um. Diese große Holzmenge veranlasste uns in den bisher ungenutzten Dachboden Ferienwohnungen einzubauen und dabei einen Teil des Sturmholzes zu verarbeiten. 1993 durften wir unsere ersten Gäste begrüßen.


Der chronisch Platzmangel für Maschinen und Futtervorräte veranlasste uns 1997 hinter der alten Wagenhütte ein Nebengebäude anzubauen.